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Karin Ofenbeck

TeilnehmerInnen des Vienna Night Run 2019

Der 13. Vienna Night Run war wieder ein Erlebnis

Am 24. September 2019 fand der 13. Vienna Night Run statt. Rund 20.000 LäuferInnen und WalkerInnen, darunter Einhörner und KellnerInnen, waren mit dabei.

Auch die E-Rolli FußballspielerInnen Winfried Zwanziger, Carolina Csöngei, Karin Ofenbeck, Marko Schrott, Erich Mecl, Arthur Wollmann und Armin Koller befanden sich unter den TeilnehmerInnen.

Gestartet wurde am Universitätsring, wo alle TeilnehmerInnen mit Musik, TänzerInnen und vom Puls 4 Personal Coach Roman Daucher motiviert wurden. 5 Kilometer Laufstrecke entlang der Wiener Ringstraße mussten von den Teilnehmern bestritten werden. Der Zieleinlauf befand sich beim Parlament.

Manche E-Rolli FußballspielerInnen waren bereits zum 6. Mal dabei. Da heuer die Startblöcke zeitlich länger voneinander getrennt waren, konnten die SpielerInnen die Strecke ungebremst entlangrasen und waren weniger in ihrer Reaktion gefordert, anderen LäuferInnen auszuweichen.

Die beste Zeit fuhr Erich Mecl. Er bewältigte die Strecke in 29 Minuten und 8 Sekunden. Neben den SpielerInnen war auch der Trainer der österreichischen E-rolli Fußball-Nationalmannschaft Leonard Vasile im Starterfeld. Wie immer war für ihn ein Durchgang nicht genug, so dass er zweimal die 5 Kilometer zurücklegte.

„Nächstes Jahr sind wir wieder dabei, das steht fest!“, bekräftigte Karin Ofenbeck nach dem Lauf.

https://www.facebook.com/winfried.zwanziger/posts/10215180390685605

15 Rollstühle und 1 Flugzeug: Die österreichische Nationalmannschaft im E-Rolli Fußball geht auf Reisen

Schon seit geraumer Zeit war es ein Ziel der SpielerInnen der Nationalmannschaft einmal an einem internationalen Turnier teilzunehmen und sich mit anderen Mannschaften aus Europa zu messen. Zahlreiche SpielerInnen der Gruppe waren sehr reiseerfahren. Sie wussten über das gewöhnliche Prozedere Bescheid, das angewandt wird, wenn Menschen mit Behinderung mit dem Flugzeug vereisen.

Unser Team: Jasna Puskaric, Iljas Jusic, Leo Vasile, Martin Ladstätter, Michael Kiefler, Karin Ofenbeck, Doris Fritz, Steffi Strubreiter und Karin Holzmann
Unser Team: Jasna Puskaric, Iljas Jusic, Leo Vasile, Martin Ladstätter, Michael Kiefler, Karin Ofenbeck, Doris Fritz, Steffi Strubreiter und Karin Holzmann

Keiner war jedoch bisher in einer so großen Gruppe mit dermaßen vielen Elektrorollstühlen verreist. Aufgrund von persönlichen Erfahrungen in der Vergangenheit waren viele sehr skeptisch was den positiven Ausgang dieses Unternehmens betraf. Das Abenteuer „Sevenoaks“ (im August 2016) wurde dennoch gewagt.

Die gesamte Gepäcksliste

Die österreichische Delegation am Developmentturnier in Sevenoaks/England umfasste 19 Personen. 7 Spielerinnen, 8 Persönliche Assistentinnen, 2 Trainerinnen, 1 Techniker und 1 Schiedsrichter. 19 Personen, die viel Gepäck benötigen.

Unser Team mit viel Gepäck am Flughafen
Unser Team mit viel Gepäck am Flughafen

Zum Reisegepäck der Gruppe zählten neben 19 Koffer und Reisetaschen, das persönliche Handgepäck jeder einzelnen Person, 7 Sportrollstühle, 7 mechanische Rollstühle, ein Hebelifter, ein Beatmungsgerät, 7 Fußgitter, ein Werkzeugkoffer und ein Fahrrad.

Die Hoffnung war, das diese 1350 kg Gepäck vollständig und ohne Schaden in Sevenoaks ankommen und nach dem Turnier ebenso unbeschadet in Wien eintreffen wird.

Kontakt mit der Fluglinie

Bereits Wochen vor der Reise wurde Kontakt mit der Fluglinie aufgenommen. Der Fluglinie wurden alle notwendigen Informationen übermittelt. Beispielweise die Anzahl, das Gewicht, der Typ und die Masse der Rollstühle.

Fragen wie „Wird eine Gelbatterie oder Nassbatterie verwendet?“ und „Wird das Beatmungsgerät während des Fluges verwendet?“ wurden an uns gerichtet und von uns beantwortet.

Am Flughafen Wien Schwechat
Am Flughafen Wien Schwechat

Die Austrian Airlines sicherte uns zu, dass die gesamte Gruppe gemeinsam fliegen könne. Sie ermöglichte uns außerdem einen Großteil des Gepäcks bereits am Vortag der Abreise am Flughafen Wien Schwechat einzuchecken um Chaos und unnötige Wartezeiten am nächsten Tag zu vermeiden.

Alle Elektrorollstühle sowie die Gitter wurden also bereits am Vortag sorgfältig verpackt, die Sicherungen der Elektrorollstühle entfernt und am Großgepäck schalter abgegeben.

Unsere Container beim Entladen / Foto: Michael Hochmayr
Unsere Container beim Entladen / Foto: Michael Hochmayr

Abreisetag

Am Dienstag, den 16. August, unserem Abreisetag, versammelten wir uns gemeinsam 2,5 Stunden vor Abflug am ausgemachten Treffpunkt für Menschen mit Behinderungen des Terminals A am Flughafen Wien Schwechat.

Abreise vom Flughafen Wien Schwechat
Abreise vom Flughafen Wien Schwechat

Bedienstete des Flughafens holten uns dort ab und begleiteten uns durch das Labyrinth des Flughafens. Gemeinsam ging es vom Check in, zur Passkontrolle und schließlich zum Boarding. Bei all diesen Stationen verhalf uns die Begleitung zu einem besonders raschen Durchkommen. Manchmal kam es aber trotz unserer Sonderbehandlung zu längeren Wartezeiten, denn manche Lifte am Flughafen hatten nur ein Fassungsvermögen für einen Rollstuhl und einer Begleitperson.

Generell kann festgehalten werden, dass die Bediensteten des Flughafens enorme Ruhe und Kompetenz ausstrahlten, die Gruppe zusammenhielten, und uns das Gefühl gaben, das alle klappen würde. Eine lustige Begebenheit war, als ich bei der Sicherheitskontrolle angab, dass eines der Handgepäckstücke ein Beatmungsgerät sei. Die Mitarbeiter des Securitychecks haben mich anscheinend falsch verstanden, denn sie fragten mich was ein Beratungsgerät sei.

Boarding in Wien Schwechat
Boarding in Wien Schwechat

Wir durften als erste das Flugzeug betreten. Pünktlich hob die Maschine Richtung London ab. In London wurden wir, wie gewohnt, als letzte aus dem Flugzeug geholt. Alle RollstuhlfahrerInnen wurden vom Sitz in den Bordrollstuhl gesetzt und aus dem Flugzeug gebracht.

Direkt vor dem Flugzeug standen bereits unsere mechanischen Rollstühle. Lediglich die Sitzschale eines Rollstuhls war für 20 Minuten abgängig. Bei den Gepäcksbändern konnten wir dann unser restliches unbeschadetes Gepäck entgegennehmen. Hilfe beim Transport des Gepäcks und Schieben der Rollstühle wäre zwar nötig gewesen, wäre aber nur gegen Bezahlung erfolgt.

So mussten sich jene RollstuhlfahrerInnen die in der Lage waren sich irgendwie vorwärts zu bewegen, abmühen um die wenigen Meter zum Ausgang alleine zurückzulegen, anderen hängten sich bei mobileren RollstuhlfahrerInnen an und die AssistentInnen mussten jeweils einen übervollen Gepäckswagen vorne schieben und einen anderen hinter sich herziehen.

Ein mehrmaliges Hin- und Hergehen von den Gepäcksbändern zum Ausgang wurde uns trotz Erklärens der Situation strikt untersagt.

Transport vor Ort

In der Ankunftshalle wurden wir dann bereits von den Organisatoren des Turniers erwartet. Mit drei Kleinbussen wurden wir nach Sevenoaks gebracht. Oberste Priorität hatte stets die Sicherheit.

Unsere Busse in England
Unsere Busse in England

So wurden alle Rollstühle gut gesichert und angegurtet. Mit den gleichen Bussen wurden wir auch täglich von unserem Quartier in die Sporthalle gebracht. Auch dieser Transport verlief stets reibungslos.

Alles wird in die drei Busse an Sevenoaks geschlichtet
Alles wird in die drei Busse an Sevenoaks geschlichtet

Rückreise

Da wir bei der Rückreise von London Heathrow nach Wien Schwechat die Rollstühle nicht am Vortag einchecken konnten, planten wir dementsprechend viel Zeit für das Einchecken ein.

Mehr als 3 Stunden vor Abflug waren wir bereits am Schalter. Anfangs schien alles wie am Schnürchen zu laufen. Wir verpackten nach Anweisung alles Gepäck und vollzogen den Check in als es plötzlich kurz vor Boardingtime hieß, dass alle Rollstühle für eine Sicherheitskontrolle wieder auspackt werden müssen.

Einchecken in Heathrow
Einchecken in Heathrow

Da die Boardingkarten bei den Rollis bleiben mussten, konnte niemand durch die Sicherheitskontrolle zum Flugzeug gehen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt brach Hektik bei uns und beim Flughafenpersonal aus. Die Gruppe wurde getrennt, Toilettenbesuche waren nicht mehr möglich, Assistenten mussten sich um das neuerliche Verpacken der Rollstühle kümmern, während sich ihre AssistenznehmerInnen in die Hände von anderen Personen geben mussten um rechtzeitig, das Flugzeug zu erreichen.

Teile unseres Teams im Rollstuhlbus vom Flughaben Wien Schwechat / Foto: Leo Vasile
Teile unseres Teams im Rollstuhlbus vom Flughaben Wien Schwechat / Foto: Leo Vasile

Im Endeffekt hob das Flugzeug wegen Falschinformationen, durch Unwissen der am Flughafen arbeitenden Menschen, fehlende Kommunikation der unterschiedlichen Abteilungen untereinander und schlechte Organisation mit einer Stunde Verspätung ab. Wir kamen aber gut in Wien an und auch unser Rollstühle blieben heil.

Wir sind wieder in Wien gelandet
Wir sind wieder in Wien gelandet
Workshop am 21. Juni 2015 in Graz

Faszination E-Rolli Fußball – Zu Gast in Graz

Am 21. Juni 2015 beendete das Team von E-Rolli Fußball Österreich mit einem Besuch in der steirischen Landeshauptstadt Graz vorläufig die Tour durch Österreich.

Jasna, Karin, Michael K., Michael H., Marko und Armin waren angereist, um die Steirer mit ihrer Begeisterung für die Sportart anzustecken.

Trotz des tragischen Vorfalls, der sich am Vortag in Graz ereignete und der Ungewissheit, ob die Veranstaltung überhaupt stattfindet, kamen einige Interessierte in die Unionhalle. (Siehe Fotos)

Workshop in der Steiermark 20150621

Nach einer kurzen Vorstellung des Spiels trainierten die SpielerInnen von E-Rolli Fußball Österreich gemeinsam mit Julian und Mario, zwei interessierte jungen Männern aus Graz. Die beiden TrainerInnen Leo Vasile und Stephanie Thor legten beim Training besonderes Augenmerk auf die Ballannahme, die Ballführung und das Passspiel.

Bei den verschiedenen Übungen lernten sich die SpielerInnen untereinander kennen, um dann im anschließenden Spiel gut miteinander kommunizieren zu können.

Workshop in der Steiermark 20150621

Nach einer kurzen Pause erklärte Leo Vasile den Gästen, wie sich die Sportart in Österreich entwickelt hat und durch welche Regeln sich E-Rolli Fußball vom herkömmlichen Fußball unterscheidet. Edi Schmeisser, der selbst Rollstuhl-Rugby spielt, stellte viele detaillierte Fragen zu den Spielregeln.

Workshop in der Steiermark 20150621

Karin Ofenbeck erklärte zum Ende des Vortrags kurz, was für Sie die Faszination E-Rolli Fußball ausmacht. Sie sagte: „Männer und Frauen jeder Altersstufe bilden gemeinsam ein Team“. „Gemeinsam mit deinem Team einen Sieg zu feiern ist ein unbeschreibliches Gefühl“.

Ein gemeinsames Spiel der E-Rolli Fußballmannschaft aus Wien mit den Gästen aus Graz durfte natürlich nicht fehlen. Waren zu Beginn noch alle sehr zögerlich, nahm das Spiel schnell an Tempo zu. Die Zuschauer feuerten die Teams an und waren sichtlich begeistert vom Spiel.

Workshop in der Steiermark 20150621

Zum Schluss waren sich alle einig, dass das Team von E-Rolli Fußball Österreich noch einmal in die Steiermark kommen soll. Sandra Kristan meinte, dass mehr Menschen von dieser einzigartigen Möglichkeit für E-Rollifahrer Sport zu betreiben erfahren müssen. Sie zeigte sich auch optimistisch, dass es in Graz bald eine Mannschaft geben wird. „Wir schaffen das!“, sagte sie.

Video des Workshops in Graz