Die SpielerInnen beim ersten Training im Burgenland

Erfolgreicher Trainingsstart in Burgenland

Am 24. September 2016 startete das Sportangebot des ÖZIV Burgenland im Landessportzentrum Viva. Schon die Ankündigung eines regelmäßigen Trainings rief zahlreiche Reaktionen hervor. Es hatte sich daher auch der ORF Burgenland angekündigt.

„Heute ist der Start unserer Sportangebote für Menschen mit Behinderungen im Landessportzentrum Viva. Wir starten durch und zeigen was behinderte Menschen alles können!“, hält ÖZIV-Burgenland Präsident Hans-Jürgen Groß bei der Eröffnung fest. (Fotos von der Veranstaltung)

Das Team aus Burgenland / Foto: Hans-Jürgen Groß
Das Team aus Burgenland / Foto: Hans-Jürgen Groß

„Ein bewegender Moment in meiner Laufbahn. Mit E-Rolli Fußball haben wir nun eine Sportmöglichkeit, für Menschen denen man nicht mehr viel zugetraut hat, geschaffen. Und jetzt spielen Sie hier, taktisch mit vollem Einsatz und Leuchten in den Augen. Ein großer Tag für den ÖZIV Burgenland“, zeigt sich Hans-Jürgen Groß höchst erfreut. Das Burgenland ist nach Wien und Oberösterreich das dritte Bundesland in dem nun regelmäßig E-Rolli Fußball gespielt wird. Beitrag ORF-Burgenland am 24.9.2016

Erstes Training und Spiel

Das im Aufbau befindliche E-Rolli Team des ÖZIV Burgenland (bestehend aus Jakob Schriefl, Michael Streit und Matthäus Szalay) wurde bei dieser Premiere um die 7 SpielerInnen des ASKÖ Wien Integration und Behindertensport (Durmus AltindasThomas Feige, Erich MeclSeray Nazimov, Karlo Palavra, Felix Pell und Amritpal Saini) erweitert. „Wir müssen noch viel üben, aber mit heute haben wir den endgültigen Anfang gemacht“, hält der Burgenländer Michael Streit fest.

„Wir hoffen, dass wir mit unserer Unterstützung einen Beitrag leisten konnten, um einen guten und wie wir alle hoffen einen erfolgreichen Weg dieses Sportart auch in Burgenland zu etablieren“, so der Wiener Trainer Leo Vasile der noch ergänzt: “ Ich denke heute ist ein wichtiger Schritt in der richtigen Richtung gemacht worden, um auch hier eine Mannschaft zu bilden.  Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bald eine vollständige Mannschaft aus dem Burgenland in der E-Rolli Fußball Familie begrüßen dürfen.“

Nach dem Training mit Leo Vasile wurde natürlich auch gespielt. „Das Endergebnis der zwei gemischten Teams lautete 1:1“, erzählt Felix Pell.

Berichterstattung im ORF-Burgenland

Interview für den ORF-Burgenland
Interview für den ORF-Burgenland / Foto: Hans-Jürgen Groß

Über diese Neuheit im Burgenland berichtete auch das ORF-Landesstudio. Der Beitrag gibt einen guten Einblick über die erfolgreiche Auftaktveranstaltung und zeigt auch, wie viel Freude es den SpielerInnen gemacht hat. Das Trainings soll ab jetzt regelmäßig alle zwei Wochen stattfinden.

ORF: „Fußballer gesucht“

Hier könnt ihr den gelungenen ORF-Beitrag „Fußballer gesucht“ in der Sendereihe „Burgenland heute“ vom 24. September 2016 ansehen:

Streetlife Festival 2016

Wir hatten wieder viel Spaß beim Streetlife Festival

Heuer hatten wir am 17. und 18. September 2016 schon unseren dritten Auftritt beim Streetlife Festival. Bei der Premiere im Jahr 2014 spielte das Wetter überhaupt nicht mit – was uns aber nicht abhielt. Im Jahr 2015 empfing uns dafür strahlender Sonnenschein. Dieses Mal gab es Sonne, Wind und teilweise Nieseln. 😉

„28.000 Personen sind in die Babenbergerstraße gekommen und haben in Wiens größtem Wohnzimmer den öffentlichen Raum gefeiert“, vermeldet der Veranstalter – die Mobilitätsagentur Wien – nicht ohne Stolz. (Hier ein kurzer Rückblick.)

Streetlife Festival 2016
Streetlife Festival 2016

Unser Standort war heuer der Platz 14; also Museumsplatz Ecke Babenbergerstraße. E-Rolli Fußball spielt man in der ebenen Halle auf einem Basketball-Feld.

Wie gewohnt war unser Spielfeld wieder viel zu klein, stark uneben, teilweise sogar mit Kopfsteinpflaster ausgestaltet und abschüssig. All dies ignorierten wir nachhaltig, denn wie oft hat man schon beim Fußball die Gelegenheit zu entscheiden, ob man bergauf oder bergab spielen will. 😉

Streetlife Festival 2016
Streetlife Festival 2016

Unsere Begeisterung schränkten diese Rahmenbedingungen auch dieses Mal wieder nicht ein. (Hier seht ihr weitere Bilder von unserer Teilnahme an der Veranstaltung)

An den zwei Spieltagen zeigten Iljas JusicArmin KollerMartin LadstätterSeray Nazimov, Karin OfenbeckStefanie Strubreiter und Leonard Vasile E-Rolli Fußball beim Streetlife Festival 2016 in Wien.

Streetlife Festival 2016
Streetlife Festival 2016

„Die Stimmung war im und rund um die Fußball Box super! Heute standen verschiedene Übungen zu Teamarbeit, Passen und Drehschüsse am Programm. Natürlich war auch ein Demospiel angesagt. Es hat viel Spaß gemacht!“ so Stefanie Strubreiter.

Ähnlich erfreut zeigt sich Karin Ofenbeck, die erzählt: „Nach verschiedenen Trainingssituationen wie Slalom vorwärts und rückwärts fahren und Drehschussübungen haben wir mit Unterstützung von Leo, unserem Trainer, und einem jungen Zuschauer auch mehrere Matches gespielt.“

Großes Publikumsinteresse

„Es waren viele Zuseher da“, resümiert auch Iljas Jusic. Wie üblich gab es großes Publikumsinteresse an dieser in Österreich noch nicht so bekannten Sportart. Hier ein kurzes Video von uns.

15 Rollstühle und 1 Flugzeug: Die österreichische Nationalmannschaft im E-Rolli Fußball geht auf Reisen

Schon seit geraumer Zeit war es ein Ziel der SpielerInnen der Nationalmannschaft einmal an einem internationalen Turnier teilzunehmen und sich mit anderen Mannschaften aus Europa zu messen. Zahlreiche SpielerInnen der Gruppe waren sehr reiseerfahren. Sie wussten über das gewöhnliche Prozedere Bescheid, das angewandt wird, wenn Menschen mit Behinderung mit dem Flugzeug vereisen.

Unser Team: Jasna Puskaric, Iljas Jusic, Leo Vasile, Martin Ladstätter, Michael Kiefler, Karin Ofenbeck, Doris Fritz, Steffi Strubreiter und Karin Holzmann
Unser Team: Jasna Puskaric, Iljas Jusic, Leo Vasile, Martin Ladstätter, Michael Kiefler, Karin Ofenbeck, Doris Fritz, Steffi Strubreiter und Karin Holzmann

Keiner war jedoch bisher in einer so großen Gruppe mit dermaßen vielen Elektrorollstühlen verreist. Aufgrund von persönlichen Erfahrungen in der Vergangenheit waren viele sehr skeptisch was den positiven Ausgang dieses Unternehmens betraf. Das Abenteuer „Sevenoaks“ (im August 2016) wurde dennoch gewagt.

Die gesamte Gepäcksliste

Die österreichische Delegation am Developmentturnier in Sevenoaks/England umfasste 19 Personen. 7 Spielerinnen, 8 Persönliche Assistentinnen, 2 Trainerinnen, 1 Techniker und 1 Schiedsrichter. 19 Personen, die viel Gepäck benötigen.

Unser Team mit viel Gepäck am Flughafen
Unser Team mit viel Gepäck am Flughafen

Zum Reisegepäck der Gruppe zählten neben 19 Koffer und Reisetaschen, das persönliche Handgepäck jeder einzelnen Person, 7 Sportrollstühle, 7 mechanische Rollstühle, ein Hebelifter, ein Beatmungsgerät, 7 Fußgitter, ein Werkzeugkoffer und ein Fahrrad.

Die Hoffnung war, das diese 1350 kg Gepäck vollständig und ohne Schaden in Sevenoaks ankommen und nach dem Turnier ebenso unbeschadet in Wien eintreffen wird.

Kontakt mit der Fluglinie

Bereits Wochen vor der Reise wurde Kontakt mit der Fluglinie aufgenommen. Der Fluglinie wurden alle notwendigen Informationen übermittelt. Beispielweise die Anzahl, das Gewicht, der Typ und die Masse der Rollstühle.

Fragen wie „Wird eine Gelbatterie oder Nassbatterie verwendet?“ und „Wird das Beatmungsgerät während des Fluges verwendet?“ wurden an uns gerichtet und von uns beantwortet.

Am Flughafen Wien Schwechat
Am Flughafen Wien Schwechat

Die Austrian Airlines sicherte uns zu, dass die gesamte Gruppe gemeinsam fliegen könne. Sie ermöglichte uns außerdem einen Großteil des Gepäcks bereits am Vortag der Abreise am Flughafen Wien Schwechat einzuchecken um Chaos und unnötige Wartezeiten am nächsten Tag zu vermeiden.

Alle Elektrorollstühle sowie die Gitter wurden also bereits am Vortag sorgfältig verpackt, die Sicherungen der Elektrorollstühle entfernt und am Großgepäck schalter abgegeben.

Unsere Container beim Entladen / Foto: Michael Hochmayr
Unsere Container beim Entladen / Foto: Michael Hochmayr

Abreisetag

Am Dienstag, den 16. August, unserem Abreisetag, versammelten wir uns gemeinsam 2,5 Stunden vor Abflug am ausgemachten Treffpunkt für Menschen mit Behinderungen des Terminals A am Flughafen Wien Schwechat.

Abreise vom Flughafen Wien Schwechat
Abreise vom Flughafen Wien Schwechat

Bedienstete des Flughafens holten uns dort ab und begleiteten uns durch das Labyrinth des Flughafens. Gemeinsam ging es vom Check in, zur Passkontrolle und schließlich zum Boarding. Bei all diesen Stationen verhalf uns die Begleitung zu einem besonders raschen Durchkommen. Manchmal kam es aber trotz unserer Sonderbehandlung zu längeren Wartezeiten, denn manche Lifte am Flughafen hatten nur ein Fassungsvermögen für einen Rollstuhl und einer Begleitperson.

Generell kann festgehalten werden, dass die Bediensteten des Flughafens enorme Ruhe und Kompetenz ausstrahlten, die Gruppe zusammenhielten, und uns das Gefühl gaben, das alle klappen würde. Eine lustige Begebenheit war, als ich bei der Sicherheitskontrolle angab, dass eines der Handgepäckstücke ein Beatmungsgerät sei. Die Mitarbeiter des Securitychecks haben mich anscheinend falsch verstanden, denn sie fragten mich was ein Beratungsgerät sei.

Boarding in Wien Schwechat
Boarding in Wien Schwechat

Wir durften als erste das Flugzeug betreten. Pünktlich hob die Maschine Richtung London ab. In London wurden wir, wie gewohnt, als letzte aus dem Flugzeug geholt. Alle RollstuhlfahrerInnen wurden vom Sitz in den Bordrollstuhl gesetzt und aus dem Flugzeug gebracht.

Direkt vor dem Flugzeug standen bereits unsere mechanischen Rollstühle. Lediglich die Sitzschale eines Rollstuhls war für 20 Minuten abgängig. Bei den Gepäcksbändern konnten wir dann unser restliches unbeschadetes Gepäck entgegennehmen. Hilfe beim Transport des Gepäcks und Schieben der Rollstühle wäre zwar nötig gewesen, wäre aber nur gegen Bezahlung erfolgt.

So mussten sich jene RollstuhlfahrerInnen die in der Lage waren sich irgendwie vorwärts zu bewegen, abmühen um die wenigen Meter zum Ausgang alleine zurückzulegen, anderen hängten sich bei mobileren RollstuhlfahrerInnen an und die AssistentInnen mussten jeweils einen übervollen Gepäckswagen vorne schieben und einen anderen hinter sich herziehen.

Ein mehrmaliges Hin- und Hergehen von den Gepäcksbändern zum Ausgang wurde uns trotz Erklärens der Situation strikt untersagt.

Transport vor Ort

In der Ankunftshalle wurden wir dann bereits von den Organisatoren des Turniers erwartet. Mit drei Kleinbussen wurden wir nach Sevenoaks gebracht. Oberste Priorität hatte stets die Sicherheit.

Unsere Busse in England
Unsere Busse in England

So wurden alle Rollstühle gut gesichert und angegurtet. Mit den gleichen Bussen wurden wir auch täglich von unserem Quartier in die Sporthalle gebracht. Auch dieser Transport verlief stets reibungslos.

Alles wird in die drei Busse an Sevenoaks geschlichtet
Alles wird in die drei Busse an Sevenoaks geschlichtet

Rückreise

Da wir bei der Rückreise von London Heathrow nach Wien Schwechat die Rollstühle nicht am Vortag einchecken konnten, planten wir dementsprechend viel Zeit für das Einchecken ein.

Mehr als 3 Stunden vor Abflug waren wir bereits am Schalter. Anfangs schien alles wie am Schnürchen zu laufen. Wir verpackten nach Anweisung alles Gepäck und vollzogen den Check in als es plötzlich kurz vor Boardingtime hieß, dass alle Rollstühle für eine Sicherheitskontrolle wieder auspackt werden müssen.

Einchecken in Heathrow
Einchecken in Heathrow

Da die Boardingkarten bei den Rollis bleiben mussten, konnte niemand durch die Sicherheitskontrolle zum Flugzeug gehen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt brach Hektik bei uns und beim Flughafenpersonal aus. Die Gruppe wurde getrennt, Toilettenbesuche waren nicht mehr möglich, Assistenten mussten sich um das neuerliche Verpacken der Rollstühle kümmern, während sich ihre AssistenznehmerInnen in die Hände von anderen Personen geben mussten um rechtzeitig, das Flugzeug zu erreichen.

Teile unseres Teams im Rollstuhlbus vom Flughaben Wien Schwechat / Foto: Leo Vasile
Teile unseres Teams im Rollstuhlbus vom Flughaben Wien Schwechat / Foto: Leo Vasile

Im Endeffekt hob das Flugzeug wegen Falschinformationen, durch Unwissen der am Flughafen arbeitenden Menschen, fehlende Kommunikation der unterschiedlichen Abteilungen untereinander und schlechte Organisation mit einer Stunde Verspätung ab. Wir kamen aber gut in Wien an und auch unser Rollstühle blieben heil.

Wir sind wieder in Wien gelandet
Wir sind wieder in Wien gelandet
Spielszene im Strafraum / Foto: Sergiu Borcuta

Startschuss in Salzburg

Nach Wien, OÖ und Burgenland ist es jetzt auch in Salzburg soweit: Salzburg gründet ein E-Rolli Fußball-Team!

Erste Gelegenheit gibt es bereits beim Workshop am 1. Oktober 2016 im Landessportzentrum Salzburg-Rif. Dabei kannst Du E-Rolli Fußball selbst ausprobieren.

Was brauchst Du dabei?

Nicht viel. Nur Deinen elektrischen Rollstuhl u. Dich selbst!

Alles andere wird vor Ort zur Verfügung gestellt.

Du magst den Kick mit dem Ball?

E-Rolli-Fußball ist ein spritziger Sport für Menschen im Elektrorollstuhl. Zu Viert im Team jagst Du den Ball mit maximal 10 km/h hinterher. Schutzgitter für die Füße helfen Dir dabei den Ball anzutreiben. Mit schnellen Drehschüssen und ausgeklügelten Taktiken erzielst Du mit Deinem Team die Tore.

Komm vorbei am 1. Oktober und lerne die neue Sportart kennen! Wir freuen uns auf Dich!!
Bitte um kurze Anmeldung u. Kontakt an: info@erollifussball.at

1. Oktober 2016 von 09:00 bis 12:00 Uhr
Landessportzentrum Salzburg – Ruf
Hartmannweg 4
5400 Hallein

ERF_Workshop SBG

Verein Frauensolidarität hielt einen Video-Worksho

Frauen und Sport

Der Verein Frauensolidarität hielt Anfang August 2016 – kurz vor unserem Turnier in England – einen Video-Workshop (im Rahmen des Projekts Rosso Jogo – Initiative für globales Fair Play) ab und portraitierte Sportlerinnen. Das Ergebnis ging kürzlich auf Facebook online.

Unter den sehenswerten Portraits, die Katinka Czigany, Claudia Pint, Alina Ferrrufion und Kerstin Kellermann gestaltet haben, finden sich auch welche unserer Nationalspielerinnen Stefanie Strubreiter und Karin Ofenbeck – worauf wir natürlich stolz sind.

Sie erzählen in den Videos, wie sie zu E-Rolli Fußball gekommen sind, wie der Sport funktioniert und was sie sportlich erreichen wollen. Aber seht selbst:

Stefanie Strubreiter – als Sportlerin noch viel vor

Karin Ofenbeck – Fußballerin auf Rädern

Im dritten Video verrät Karin Ofenbeck, was die Besonderheiten des E-Rolli Fußballs sind und warum sie nicht mehr los davon kommt.

„Die Tore zählen – ohne Tore kann man nicht gewinnen“